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Eintrag vom 06.04.2021

Riester Rente vor dem Aus?

Nur noch 0,25 Prozent Garantiezins ab 2021 - das empfehlen die Aktuare der Lebensversicherer. Zudem sollen Anbieter ihren Kunden künftig nicht mal mehr den vollen Erhalt ihrer Einzahlungen versprechen - das Aus der Riester-Rente wäre damit besiegelt.
Bislang müssen Anbieter den vollen Erhalt der Beiträge garantieren.
Die deutschen Lebensversicherer sollen ihren Kunden von 2022 an maximal noch eine Verzinsung von 0,25 Prozent auf neue Policen versprechen dürfen. Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV), der Verband der Versicherungsmathematiker, schlug am Mittwoch die drastische Absenkung des Höchstrechnungszinses vor, der bisher bei 0,9 Prozent liegt.
Die Versicherer könnten die Verzinsung in der bisherigen Höhe mit sicheren Papieren nicht mehr garantieren.
Aktuare empfehlen, auf vollständige Garantien zu verzichten Zudem raten die Versicherungsmathematiker der Assekuranz, künftig auf Garantien für den vollständigen Erhalt der gezahlten Beiträge zu verzichten.
Der Marktführer Allianz hat bereits angekündigt, bei neuen Policen ab 2021 nur noch 60, 80 oder 90 Prozent der Einzahlungen zu garantieren, andere Lebensversicherer dürften folgen. Der Vorstoß der Allianz stieß beim Bund der Versicherten auf erhebliche Kritik.
Die Abkehr von der 100-Prozent-Garantie würde auch eine Reform der Riester-Rente nach sich ziehen, die die Bundesregierung ohnehin plant.
Dort ist der Beitragserhalt bisher noch obligatorisch.
Zudem wäre der Erhalt der eingezahlten Eigenbeiträge und staatlichen Zulagen schon bei einem abgesenkten Höchstrechnungszins auf 0,5 Prozent nicht mehr darstellbar, sagen Experten.

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