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Eintrag vom 03.11.2020

Oetker übernimmt Flaschenpost Getränke Bringdienst

 Die Oetker-Gruppe übernimmt den größten Konkurrenten zum eigenen Dienst Durstexpress - angeblich für eine Milliarde Euro.Dies bestätigte das Bielefelder Familienunernehmen am Montag.
Der Kaufpreis für den schnell wachsenden, aber defizitären Getränke-Bringdienst soll laut dem Marketingportal OMR.de bei einer Milliarde Euro liegen.
Oetker selbst machte dazu keine Angaben.
Die Übernahme muss noch vom Bundeskartellamt genehmigt werden.
Die Oetker-Gruppe verleibt sich damit den größten Konkurrenten zum eigenen Dienst Durstexpress ein. Die zu Oetker gehörende Radeberger-Gruppe hatte sich früh für Flaschenpost interessiert und bereits 2016 kurz nach der Gründung des Unternehmens über einen Einstieg verhandelt.
Der Flaschenpost Getränke Bringdienst liefert mit rund 400 Mitarbeitern pro Standort in 23 deutschen Städten Getränke innerhalb von 120 Minuten an die Kunden aus und wächst rasant.
Der Jahresumsatz soll in diesem Jahr bei 300 Millionen Euro liegen.
Allerdings ist der Dienst weiterhin stark defizitär. Aktuell verbrenne das Start-up im Monat 2,5 Millionen Euro. Die Oetker-Gruppe zahlt also einen hohen Preis, um sich den direkten Zugang zu den Kunden zu sichern. Der Oetker-Konzern ist breit aufgestellt: Neben Backzutaten, Pizza und Puddingpulver gehören auch Brauereien wie Radeberger und Hotels zu dem etwa 400 Firmen zählenden Unternehmen (Dr. Oetker, Conditorei Coppenrath, Henkell Freixenet). Seit einiger Zeit experimentiert Oetker mit eigenen Lieferdiensten für Torten und Bier sowie mit Handelsplattformen und investiert in Start-ups.

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